Im Frühjahr 2021 zeigt das Kunstmuseum Liechtenstein eine grosse Sammlungspräsentation, die zahlreiche noch nie ausgestellte Werke vorstellt.

Mit dem Begriff des Sammelns verbinden wir eine kontinuierliche Tätigkeit, das Zusammentragen über einen langen Zeitraum. Nur so kann eine Sammlung entstehen. Dieser kontinuierliche Fluss des Anwachsens einer Sammlung besteht jedoch aus vielen Einzelentscheidungen, bei denen es verschiedene Fragen zu beantworten gilt. «Ist dieses Objekt von Interesse für mich, für wen noch kann es von Interesse sein?», «Ist dieses Objekt aussagekräftig, ist es komplex genug, dass es über lange Zeit Bedeutung behalten wird?», «Wie sind die für mich relevanten Inhalte formal gelöst?», «Passt das Objekt in den Zusammenhang der bereits existierenden Sammlung?». Dies sind Fragen, die immer wieder beantwortet werden müssen. Während dabei private Sammlungen in der Definition ihres Sammelns völlig frei sind, unterliegen öffentliche Sammlungen zusätzlich einer Legitimationspflicht. Deshalb geben sich öffentliche Museen in der Regel ein Sammlungskonzept, das die wesentlichen inhaltlichen Rahmenbedingungen festlegt, nach denen das Museum seine Sammeltätigkeit ausrichtet.

Der Titel dieser Präsentation zitiert ein neu erworbenes Werk der Gruppe RELAX, Zürich. Es ist 2018 für ihre Ausstellung in der Graphischen Sammlung der ETH Zürich entstanden und gab der Ausstellung ihren Titel. Die Künstlergruppe beschäftigte sich mit der Frage danach, was nach über 100 Jahren des Sammelns er- bzw. behaltenswert ist und dies mit Blick auf ein ausufernd breites Sammelspektrum der grafischen Künste. Dagegen zielt dieselbe Frage in dieser Ausstellung, die zahlreiche noch nie gezeigte Werke der Sammlung vorstellt, in eine andere Richtung: Die COVID-19-Krise hat u.a. dazu geführt, dass wieder grundsätzlicher darüber nachgedacht wird, welche Werte für die Gesellschaft und ihre bevorstehende Umwälzung erhaltenswert wären. Dabei geht es weniger um materielle Werte als um die künftigen Einstellungen zum Leben und seinen Ausformungen. Für die Beschäftigung mit diesen Fragen leistet die Kunst wichtige Beiträge, denn sie beschäftigt sich stets mit den Bedingungen des menschlichen Lebens und seinen unterschiedlichen Formen.

Eine Produktion des Kunstmuseum Liechtenstein, kuratiert von Friedemann Malsch.

Weitere Bilder zu dieser Ausstellung

  • What do we want to keep?
    Foto: Stefan Altenburger Photography, Zürich
  • What do we want to keep?
    Foto: Stefan Altenburger Photography, Zürich
  • What do we want to keep?
    Foto: Stefan Altenburger Photography, Zürich
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    Foto: Stefan Altenburger Photography, Zürich
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    Foto: Stefan Altenburger Photography, Zürich
  • What do we want to keep?
    Foto: Stefan Altenburger Photography, Zürich
  • Öffentliche Führungen
  • Do, 4.3.2021
    18.00
  • Do, 22.4.2021
    18.00
  • Do 4.3.

    Öffentliche Führung

    What do we want to keep?
    Werke aus der Sammlung
    mit Friedemann Malsch
    *** AUSGEBUCHT ***
  • So 7.3.

    Eine Stunde

    US-amerikanische Künstlerpositionen innerhalb der Sammlung des Kunstmuseum Liechtenstein
    mit Henrik Utermöhle
  • Mi 10.3.

    Einführung für Lehrpersonen

    What do we want to keep? Werke aus der Sammlung
    und
    Regina Marxer. Man weiss nicht, ob das, was man erfindet, einen nicht auch erfindet
    mit Susanne Kudorfer und Klara Frick
    In Kooperation mit dem Schulamt Liechtenstein.
  • Mi 24.3.

    Gemeinsam aktiv

    Mittwochnachmittag im Kunstmuseum
    zur Ausstellung What do we want to keep? Werke aus der Sammlung
    mit Beate Frommelt
  • Do 25.3.

    Take Away

    What do we want to keep?
    Werke aus der Sammlung
    30 Minuten Kurzführung
    mit Susanne Kudorfer
  • Sa 27.3.

    Vertiefen

    What do we want to keep?
    Sprechstunde und Workshops mit Klara Frick, Sophia Hamann, Heiderose Hildebrand und Susanne Kudorfer
  • Do 22.4.

    Öffentliche Führung

    What do we want to keep?
    Werke aus der Sammlung
    mit Friedemann Malsch
    In Kooperation mit der Liechtensteinischen Kunstgesellschaft.