06. März – 18. Oktober 2009

"DAS GLÜCK DIESER ERDE...". Pferde als höfisches Motiv der Kunstgeschichte

L. de Witte, Stallbursche mit schwarz-weissem Hengst, 1. Hälfte 18. Jh.Jan Fyt, Reitknecht mit zwei Pferden und Hunden, 1640/1645Giovanni Francesco Susini, Schreitendes Pferd, 1. Hälfte 17. Jh.L. de Witte, Bildnis des Salomon Alapy in Husaren-Uniform, 1. Hälfte 18. Jh.
Das Museum der zeitgenössischen Kunst in Vaduz zeigt regelmässig eine Sonderausstellung aus den Privaten Sammlungen des Fürsten von und zu Liechtenstein und spannt somit den Bogen zur Welt der Alten Meister.

Die Pferdezucht hatte im Haus Liechtenstein vor allem ab dem 16. Jahrhundert eine grosse wirtschaftliche, gesellschaftspolitische und repräsentative Bedeutung. Die liechtensteinischen Pferde bildeten begehrte Tauschobjekte für Kunstgegenstände, waren beliebte diplomatische Geschenke und in diesem Zusammenhang – schon alleine in materieller Hinsicht – von hohem Wert. In den Gestüten in Eisgrub, Feldsberg und Lundenburg waren in den besten Zeiten, die Arbeits- und Nutzpferde mit eingerechnet, zwischen 600 und 800 Tiere eingestellt, die meisten davon hochwertige Zuchtpferde, die vor allem für ihre Kraft geschätzt wurden.

Dieser Stellenwert des Pferdes lässt sich auch in den Fürstlichen Sammlungen ablesen. Von Johann Georg und Philipp Ferdinand von Hamilton wurden die unverwechselbaren Liechtenstein-Pferde in beinahe lebensgrossen Leinwandbildern festgehalten und viele der Herrscher im Fürstenhaus liessen sich hoch zu Ross abbilden. L. de Witte führt den Betrachtern in seinen fast wie Miniaturen gemalten kostbaren Kupfertäfelchen die Schönheit der Pferde vor Augen; man kann den ganzen Stolz ihrer Besitzer ablesen und den Aufwand nachvollziehen, mit dem sie gepflegt worden sind.

Die Ausstellung im Kunstmuseum Liechtenstein zeigt die vielfältigen künstlerischen Darstellungen des Pferdes in den Fürstlichen Sammlungen auf. Gemälde, Skulpturen und Stiche vermitteln die Leidenschaft für edle Rosse in der Geschichte des Fürstenhauses. Es ist die Beschäftigung mit diesen künstlerischen Zeugnissen der Vergangenheit, welche die einstige Bedeutung dieser edlen Tiere für den Menschen erahnen lassen.

„Das Glück dieser Erde...“ ist eine Ausstellung des Liechtenstein Museum in Wien, kuratiert von Dr. Johann Kräftner, Direktor Fürstliche Sammlungen, Vaduz und Liechtenstein Museum, Wien.

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Jan Fyt, Reitknecht mit zwei Pferden und Hunden, 1640/1645
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Giovanni Francesco Susini, Schreitendes Pferd, 1. Hälfte 17. Jh.
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L. de Witte, Bildnis des Salomon Alapy in Husaren-Uniform, 1. Hälfte 18. Jh.
Liechtenstein Museum, Wien
Vernissage
 Donnerstag, 5. März 2009, 18 Uhr  
Öffentliche Führung
 Sonntag, 5. April 2009, 11 Uhr mit Robin Hemmer 
 Sonntag, 3. Mai 2009, 11 Uhr mit Johann Kräftner 
 Donnerstag, 25. Juni 2009, 18 Uhr mit Robin Hemmer 
 Donnerstag, 10. September 2009, 18 Uhr mit Robin Hemmer 
 Donnerstag, 15. Oktober 2009, 18 Uhr mit Robin Hemmer 
Begleitprogramm:
 Donnerstag, 30. April 2009, 12:30 – 13 Uhr   Take Away

Take Away zu "Das Glück dieser Erde..."

30 min Kurzführung über Mittag,
immer am letzten Donnerstag im Monat

 Donnerstag, 7. Mai 2009, 18 Uhr   Gespräch

Mensch und Pferd als Partner

mit Christine Stückelberger, Dressurreiterin, und Martin Hilti, Tierarzt

 Donnerstag, 17. September 2009, 18 Uhr   Vortrag

Der Lipizzaner: Gestern - heute - morgen

mit Elisabeth Gürtler-Mauthner, Unternehmerin und Generaldirektorin der Spanischen Hofreitschule, Wien

 Donnerstag, 24. September 2009, 12:30 – 13 Uhr   Take Away

Take Away zu "Das Glück dieser Erde..."

30 min Kurzführung über Mittag,
immer am letzten Donnerstag im Monat