16. Mai – 07. September 2008

MALEWITSCH UND SEIN EINFLUSS

Kasimir Malewitsch, Junges Mädchen mit roter Stange, 1932
Kasimir Malewitsch (1879–1935) zählt zu den prägendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts und gilt als Begründer des „Suprematismus“ – die Kunst der reinen Form. Die Ausstellung „Malewitsch und sein Einfluss“ widmet sich der Wirkung, die Malewitsch auf Kunst und Künstler seiner Zeit ausübte.

Die Ausstellung "Malewitsch und sein Einfluss" stellt diesen herausragenden Künstler mit zentralen Werken aus allen Phasen seines Schaffens zwischen 1915, der offiziellen Geburtsstunde des Suprematismus, und dem Tod des Künstlers zwanzig Jahre später vor. Zugleich dokumentiert sie jenen Einfluss, den Malewitsch zu seinen Lebzeiten auf die Künstlerinnen und Künstler seiner Zeit hatte und wie diese den Suprematismus in die eigene Arbeit einbezogen, auch wenn sie ihre ganz eigenen Wege gingen.

Darüber hinaus, und dies ist erstmals in dieser Form der Fall, spürt die Ausstellung der Wirkung Malewitschs zu seinen Lebzeiten auf Künstler ausserhalb der Sowjetunion nach. 1927 unternahm Malewitsch eine Reise in den Westen, die ihn nach Polen und Deutschland führte, wo er in Dessau das Bauhaus besuchte. In Deutschland fand in dieser Zeit auch die einzige Einzelausstellung Malewitschs ausserhalb der Sowjetunion vor dem Zweiten Weltkrieg statt. Weil Malewitsch noch vor seiner Weiterreise nach Paris in die Sowjetunion zurückgerufen worden war, ist sein Einfluss allerdings bereits früh zum Erliegen gekommen.

Das Kunstmuseum Liechtenstein zeigt in dieser Ausstellung Werke fast ausschliesslich aus den 1920er Jahren und dokumentiert somit, mit welcher Intensität es Malewitsch verstand, seine Ideen zu vermitteln und als substanziellen Beitrag zur Gestaltung einer neuen Welt durchzusetzen. Zugleich scheint darin die besondere Aufbruchsstimmung auf, die dieses Jahrzehnt kennzeichnet. Zu sehen sind neben bekannten Werken von Malewitsch, wie dem Schwarzen Quadrat, unter anderen Arbeiten von Gustav Klucis, El Lissitzky, Liubov Popova, Alexander Rodtschenko und Warwara Stepanowa. Ein Grossteil der ausgestellten Werke stammt aus russischen Museen und viele werden zum ersten Mal in Westeuropa gezeigt.

Die Ausstellung ist eine Produktion des Kunstmuseum Liechtenstein und wurde kuratiert von Friedemann Malsch. Ihre Realisation wurde grosszügig unterstützt von der VP Bank AG, Vaduz. Die Ausstellung wird anschliessend in adaptierter Form in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden gezeigt.

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Kasimir Malewitsch, Beim Heuschlag, 1928-29
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Alexander Rodtschenko, Konstruktion, Nr. 113, 1920
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Kasimir Malewitsch, Schwarzes Quadrat, 1929 (Ausstellungsansicht)
Vernissage
 Donnerstag, 15. Mai 2008, 18 Uhr  
Öffentliche Führung
 Donnerstag, 29. Mai 2008, 18 Uhr mit Christina Jacoby 
 Donnerstag, 12. Juni 2008, 18 Uhr mit Friedemann Malsch 
 Donnerstag, 3. Juli 2008, 18 Uhr mit Karolina Dankow 
 Donnerstag, 28. August 2008, 18 Uhr mit Nicole Ohneberg 
 Sonntag, 7. September 2008, 11 Uhr mit Friedemann Malsch 
Begleitprogramm:
 Dienstag, 20. Mai 2008, 17 – 19 Uhr   Schule und Museum

Einführung für Lehrpersonen

Malewitsch und sein Einfluss
mit Christina Jacoby

 Mittwoch, 21. Mai 2008, 15 – 17 Uhr   Schule und Museum

Einführung für Lehrpersonen

Malewitsch und sein Einfluss
mit Christina Jacoby

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 Sonntag, 1. Juni 2008, 11 Uhr   In Kooperation mit dem Feldkirch-Festival

Silence

Tanzprojekt in der Ausstellung „Malewitsch und sein Einfluss“

 Mittwoch, 4. Juni 2008, 12:30 Uhr   Take Away

Take-Away: Die Magie des Schwarzen Quadrats

30 Minuten in der Mittagspause

 Donnerstag, 5. Juni 2008, 18 Uhr   In Kooperation mit der Kunstgesellschaft

Tatlin und Malewitsch - Die Antipoden der russischen Avantgarde

Vortrag von Hans-Peter Riese, Kunstkritiker und Kunstpublizist

 Mittwoch, 11. Juni 2008, 12:30 Uhr   Take Away

Take-Away: Die Magie des Schwarzen Quadrats

30 Minuten in der Mittagspause

 Mittwoch, 18. Juni 2008, 12:30 Uhr   Take Away

Take-Away: Die Magie des Schwarzen Quadrats

30 Minuten in der Mittagspause

 Donnerstag, 19. Juni 2008, 18 Uhr   Filmclub im Kunstmuseum

Abstrakte Filme

Rhythmus 21 (Hans Richter, 1921, 2 min)
Symphonie Diagonale (Viking Eggeling, 1924, 3 min)
Anemic Cinema (Marcel Duchamp, 1926, 7 min)
Ballet Mecanique (Fernand Léger, 1924, 15 min)
Vormittagsspuk (Hans Richter, 1928, 6 min)
Berlin, Die Sinfonie der Grosstadt (Walter Ruttmann, 1927, 64 min)

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 Donnerstag, 19. Juni 2008, 20 Uhr   Filmclub im Kunstmuseum

Russische Avantgarde

Der Mann mit der Kamera (Dsiga Wertow, 1929, 67 min)

 Sonntag, 22. Juni 2008, 10:30 – 12:30 Uhr   Familien

Familiensonntag Spezial: Vom Anfang und vom Ende - Gemeinsam Philosophieren

mit Eva Zoller Morf
für Kinder von 5 bis 9 Jahren und ihre (Gross-) Eltern

 Sonntag, 22. Juni 2008, 14:30 – 16:30 Uhr   Familien

Familiensonntag Spezial: Vom Anfang und vom Ende - Gemeinsam Philosophieren

mit Eva Zoller Morf
für Kinder von 8 bis 12 Jahren und ihre (Gross-) Eltern

 Mittwoch, 25. Juni 2008, 12:30 Uhr   Take Away

Take-Away: Die Magie des Schwarzen Quadrats

30 Minuten in der Mittagspause

 Mittwoch, 2. Juli 2008, 12:30 Uhr   Take Away

Take-Away: Die Magie des Schwarzen Quadrats

30 Minuten in der Mittagspause

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 Freitag, 4. Juli 2008, 20:30 Uhr   In Kooperation mit dem Poolbar-Festival Feldkirch

Speedy Chicks go Malevich

Chicks on Speed live beim Poolbar-Festival Feldkirch

 Mittwoch, 9. Juli 2008, 12:30 Uhr   Take Away

Take-Away: Die Magie des Schwarzen Quadrats

30 Minuten in der Mittagspause

 Mittwoch, 16. Juli 2008, 12:30 Uhr   Take Away

Take-Away: Die Magie des Schwarzen Quadrats

30 Minuten in der Mittagspause

 Donnerstag, 17. Juli 2008, 20 Uhr   Filmclub im Kunstmuseum

Russische Avantgarde

Das Ende Von St. Petersburg (Wselowod Pudowkin, 1927, 89 min)

 Mittwoch, 23. Juli 2008, 12:30 Uhr   Take Away

Take-Away: Die Magie des Schwarzen Quadrats

30 Minuten in der Mittagspause

 Mittwoch, 30. Juli 2008, 12:30 Uhr   Take Away

Take-Away: Die Magie des Schwarzen Quadrats

30 Minuten in der Mittagspause

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 Donnerstag, 21. August 2008, 20 Uhr   Filmclub im Kunstmuseum

Russische Avantgarde

Panzerkreuzer Potemkin (Sergej Eisenstein, 1925, 72 min)

 Donnerstag, 4. September 2008, 18 Uhr   In Kooperation mit der Kunstgesellschaft

Malewitschs Kunst der Überzeugung. Zur Rhetorik des Kults der Empfindsamkeit

Vortrag von Antje von Graevenitz, Amsterdam

 Sonntag, 7. September 2008, 14 – 16 Uhr   Familien

Familiensonntag

zu "Malewitsch und sein Einfluss", mit Tonia Weibel

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Hauptsponsor der Ausstellung

VP Bank