21. Januar – 10. April 2005

ALIGHIERO BOETTI

Fülle und Leere, Alles und Nichts – Alighiero Boëttis Werk bewegt sich virtuos zwischen unvereinbar scheinenden Gegensätzen. Die Ausstellung im Kunstmuseum Liechtenstein zeigt den Künstler im grösseren Zusammenhang seines Oeuvres.

Legno e ferro, 1967, aus der museumseigenen Arte Povera-Sammlung bildet dabei den Ausgangspunkt der Ausstellung, akzentuiert von den beiden berühmten Werken Niente da vedere, niente da nascondere (Nichts zu sehen, nichts zu verbergen), 1969–86 und Tutto (Alles), 1987. In der Leere des einen verbirgt sich die grösste nur denkbare Fülle, in der Komplexität des anderen verschwindet das Detail. Das Werk Alighiero Boëttis ist immer wieder von zweideutigem und spielerischem Vorgehen geprägt.

Sein freier Umgang mit Buchstaben, Worten, Zahlen führt zu einem neuen Verstehen der Dinge – das Spiel als Gedankenexperiment. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit Cordula von Keller, Rom, und mit der freundlichen Unterstützung durch Rinaldo Rossi, Genua. Anlässlich der Ausstellung erscheint im Verlag der Buchhandlung Walther König eine Edition der 81-teiligen Arbeit Insicuro Noncurante, 1975. Während der Ausstellung publiziert das Kunstmuseum Liechtenstein zusätzlich eine Dokumentation.

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Alighiero Boetti, Legno e ferro, 1967
Vernissage
 Donnerstag, 20. Januar 2005, 18 Uhr  
Öffentliche Führung
 Donnerstag, 27. Januar 2005, 18 Uhr mit Friedemann Malsch 
Begleitprogramm:
 Sonntag, 6. März 2005, 18 Uhr   Vortrag

Alighiero Boëtti

von Jacqueline Burckhardt, Zürich
in Zusammenarbeit mit der Liechtensteinischen Kunstgesellschaft