29. Juni – 02. November 2003

MIGRATION

Die Ausstellung vereint utopische Weltvorstellungen der sechziger und siebziger Jahre und stellt sie Werken der neunziger Jahre bis in die Gegenwart gegenüber, die sich Fragen der kulturellen Identität, Heimat und Exil, Wanderung, Fremdsein widmen.

Der Globalisierungsschub der vergangenen drei Jahrzehnte und das Ende des Kalten Krieges haben zu tiefgreifenden Veränderungen im Leben der Menschen geführt, sowohl im politischen und wirtschaftlichen Gefüge als auch im Hinblick auf die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen und der individuellen Lebensführung. Migration prägt die Geschichte der Menschheit.

Die schmerzvolle Erfahrung der Entwurzelung kommt als Leid wie auch als schöpferische Kraft zum Ausdruck. Welt wird in einem Zustand der Bewegung erfahren, alles ist im Fluss. Was stabil erscheint, ist Stabilität auf Zeit. Letztendlich wird im Motiv der Wanderung die eigene Endlichkeit gespiegelt.

"Wenn man unterwegs ist, wird einem klar, dass man nur kurze Zeit zu Gast ist, dass die Zeit bemessen ist." (Nicolas Humbert und Werner Penzel)

Künstlerliste der Ausstellung Migration:
- Alighiero Boëtti (1940-1994, lebte und arbeitete in Rom und Afghanistan)
- George Brecht (*1926 in New York, lebt und arbeitet in Köln)
- Joseph Beuys (1921-1986, lebte und arbeitete in Düsseldorf.
- Pier Paolo Calzolari (*1943 in Bologna, lebt und arbeitet in Fermignano)
- Constant (*1920 in Amsterdam, lebt und arbeitet in Amsterdam)
- Guy Debord (1931 - 1994)
- Robert Filliou (1926-1987; lebte und arbeitete in Frankreich und Deutschland)
- Olafur Gislason (*1962 in Reykjavik, Island, lebt und arbeitet in Hamburg)
- Felix Gonzalez-Torres (1957-1996, lebte und arbeitete in New York)
- Mona Hatoum (*1952 in Beirut, lebt und arbeitet in London)
- Nicolas Humbert / Werner Penzel (*1958 und*1950, leben und arbeiten in München)
- Mario Merz (*1925 in Mailand, lebt und arbeitet in Turin und Mailand)
- Marcel Odenbach (*1953 in Köln, lebt und arbeitet in Köln und Kumasi, Ghana)
- Kim Sooja (*1957 in Taegu, Korea, lebt und arbeitet in New York)

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Ausstellungsansicht, Kunstmuseum Liechtenstein, 2003
Vernissage
 Samstag, 28. Juni 2003, 18 Uhr  
Begleitprogramm:
 Samstag, 30. August 2003, 11 – 16 Uhr   Kunstsamstag

Migration: Sehen Sie selbst

Gemeinsame Bildbetrachtung, Zeichnen und Malen

 Sonntag, 31. August 2003, 14:30 – 16 Uhr   Familien

Familiensonntag

für Kinder von 5 bis 10 Jahren und ihre (Gross-)Eltern

 Donnerstag, 4. September 2003, 18 Uhr   Künstlerfim

De l'autre côte / From the Other Side

von Chantal Akerman, 2002, 99'

 Sonntag, 7. September 2003, 14:30 – 16 Uhr   Familien

Familiensonntag

für Kinder von 5 bis 10 Jahren und ihre (Gross-)Eltern

 Freitag, 19. September 2003, 19 – 22 Uhr   Diskussion

Migration - Integration: Wo steht Liechtenstein

mit Eva Grabherr, Thomas Kessler, Klaus Lefringhausen, Beda Meier

 Donnerstag, 25. September 2003, 18 Uhr   Lesung

Migration im Spiegel der Literatur

von Burghard Braun, Schauspieler

 Sonntag, 5. Oktober 2003, 14:30 – 16 Uhr   Familien

Familiensonntag

für Kinder von 5 bis 10 Jahren und ihre (Gross-)Eltern

 Donnerstag, 16. Oktober 2003, 18 Uhr   Film

The Norman Lee Story

von Arno Oehri und der Projektgruppe Norman Lee

 Donnerstag, 23. Oktober 2003, 18 Uhr   Diskussion

Migranten als Vorposten der Zukunft?

mit Marcel Odenbach, Rainer Münz, Friedemann Malsch

 Freitag, 24. Oktober 2003, 10 – 17 Uhr   Symposium

Migration und Strukturwandel im Rheintal

mit Martin Boesch, Norbert Jansen, Rainer Münz, Klaus Näscher, Marcel Odenbach und anderen