Architektur

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Das Architektenteam Meinrad Morger und Heinrich Degelo mit Christian Kerez hat mit dem Kunstmuseum Liechtenstein eine Architektur hoher Komplexität und diskreter Einfachheit geschaffen. Der geschlossene Baukörper ist eine Black Box aus schwarz eingefärbtem Zement und schwarzem Basaltstein. Eingeschlossene Flusskiesel verleihen der Aussenhaut des Gebäudes eine subtile Farbigkeit und stellen zugleich den Bezug zur Landschaft des Rheintals her. Die Umgebung reflektiert sich zudem in der handgeschliffenen und dadurch haptisch reizvollen Oberfläche der Fassade. Lang gezogene Fensterbänder ordnen sich der Kompaktheit des Baukörpers unter und öffnen den schwarzen Kubus sowohl von innen als auch von aussen.

Die Ausstellungssäle

Im Inneren ist die Black Box perfekter White Cube. Die Dimensionen des Aussenbaus entsprechen nahezu vollständig den für die Besucherinnen und Besucher erschlossenen Räumen. Das Haus ist überschaubar und doch grosszügig. Der Kunst ist die maximale Fläche gewidmet. Sechs Ausstellungssäle sind um zwei gegenläufige Treppen herum angeordnet. Die Grundrisseinteilung, Windmühlenflügeln gleich, erlaubt diagonale Durchblicke durch den gesamten Baukörper. Die Ausstellungssäle bieten der Kunst die grösstmögliche Freiheit durch selbstbewusste Unterordnung der Architektur, durch Klarheit und Präzision.

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