The extraordinary film programme in Liechtenstein
Every 3rd Thursday each month, presented by the "Filmclub im Takino"

Events Overview:

Th 24 September 20:00  Museum Filmclub

Alberto Giacometti

from Ernst Scheidegger, CH 1983, 50´

 
Alberto Giacometti, wie ihn kaum jemand gesehen hat: In diesem Film zeigt Ernst Scheidegger den befreundeten Künstler bei der Arbeit in seinem Atelier.

Mehr als 20 Jahre hat die enge Freundschaft zwischen Alberto Giacometti und Ernst Scheidegger gedauert, die es dem Maler, Galeristen, Redaktor und Verleger erlaubte, sich seinem bewunderten Freund immer wieder mit der Kamera zu nähern. Fast niemandem sonst hat Alberto Giacometti diesen Zugang der Beobachtung gestattet.

Ernst Scheidegger traf Alberto Giacometti erstmals 1943 in seinem Sommer-Atelier in Maloja. Daraus entstanden eine lebenslange Freundschaft und die umfassendste fotografische und filmische Dokumentationüber das Leben und Werk Giacomettis. Scheidegger hat unter dem Titel Alberto Giacometti – Spuren einer Freundschaft ein Buch veröffentlicht, ausserdem ist er seit Jahren Mitglied des Stiftungsrates der Alberto Giacometti-Stiftung Zürich.


Th 22 October 20:00  Museum Filmclub

Andrej Rubljow

von Andrei Tarkowski, RU 1966, 186'

 
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Andrej Rubljow schildert in unvergesslichen Tableaus die Lebensgeschichte des malenden Mönchs Rubljow (Anatolj Solonizin), der als Schüler des Griechen Theophanes mit seiner Ikonenmalerei stilbildend werden sollte.

Tarkowski zeichnet ein Künstlerleben inmitten eines brutalen mittelalterlichen Umfelds und denkt dabei über das Verhältnis von Kunstschaffenden und Gesellschaft nach. Er plädiert für die Freiheit von Mensch und Kunst. Auch wenn er das Mittelalter inszeniert, Tarkowski spricht von seiner Gegenwart. Auch wenn er von der Gegenwart spricht, haben seine Filme etwas Transzendentes an sich.

«Unversöhnlich treffen Künstler und Staatsmacht in Andrej Rubljow aufeinander. Der in acht Kapitel gegliederte, monumentale Cinemascope-Film zeigt den legendären Ikonenmaler Rubljow (etwa 1360–1430) als humanistischen, aufgeklärten Künstler an der Schwelle zur Neuzeit. […] Als ‹künstlerisch unausgereift› und mit dem Vorwurf, das damalige Russland in einem zu negativen Licht zu zeigen, wird der Film sechs Jahre lang zurückge- halten.» Arsenal Berlin


Th 19 November 20:00  Museum Filmclub

Die Höhle der vergessenen Träume

von Werner Herzog, US 2012, 90'

 
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Sein jüngster Film führt Werner Herzog in die legendäre Chauvet-Höhle in Südfrankreich, in der 30'000 Jahre alte Felszeichnungen gefunden wurden, die als älteste Kunstwerke der Menschheit gelten. Erst 1994 hatten Amateure diesen Ort entdeckt. Die französischen Behörden sperrten ihn sogleich und gewährten seitdem nur ausgewählten Wissen- schaftlern kurze Aufenthalte im Inneren der Höhle. Herzogs Filmteam war das erste, das nun dort drehen durfte. In seiner typischen Manier nimmt Herzog die Zeichnungen zum Anlass für weitreichende Reflektionen über die Kunst, die Menschen und das Leben selbst. Ein faszinierender Film, der als einer der bislang wenigen Filme überhaupt einen sinnvollen Nutzen der 3D-Technik ausweist.

«[Es sind] diese atemberaubenden Aufnahmen, die zeigen, warum Wim Wenders möglicherweise recht hatte, als er die Zukunft des 3D-Kinos vor allem beim Dokumentarfilm sah. Extreme räumliche Erfahrungen macht die 3D-Technik hier möglich, lässt die Höhle, die Felszeichnungen und die Steinformationen so nah erscheinen, als wäre man selbst vor Ort.» Michael Meyns, Programmkino.de