Polly Apfelbaum (* 1955) ist eine New Yorker Malerin, die ab Mitte der 1980er-Jahre unterschiedliche Strömungen der amerikanischen Malerei der Nachkriegsjahre aufeinanderprallen lässt.

Sie führt deren Grundwerte zusammen, indem sie das mathematische Denken der konzeptuellen Malerei und Minimal Art mit einer Betonung auf Handwerk, Intuition und Prozess ergänzt. Ihre hybriden und variablen Werke erweitern das Spektrum von Geometrie, Farbe, Raster, Originalität und Wiederholung mit Spontanität und Lebendigkeit. Ihr unmittelbarer Kommentar auf den damals vorausgesagten «Tod der Malerei» sind ihre Fallen Paintings: eine Ausweitung und Zerstreuung der Malerei in den Raum. Diese mosaikähnlichen Werke, bestehend aus unzähligen ausgeschnittenen Textil- oder Papierstücken, erinnern in ihren grellen Farben oder den floralen Mustern an die Pop Art. Zugleich ist in der räumlichen Ausbreitung eine expressionistische oder aktionistische Geste enthalten, wobei Apfelbaum in ihrer Malerei weit über einen neuen formalistischen Ansatz hinausgeht.

Der Eintritt in den Seitenlichtsaal ist frei.