Imi Knoebel betont in der Umkehrung von Prinzipien und Hierarchien spielerisch die Geschichte der abstrakten Malerei.

Die Frage, was ein Bild alles sein kann, steht im Zentrum. Sein räumliches und zugleich virtuelles Interesse am Bild zeigt sich im ausgestellten Frühwerk Projektionen. An der Kunstakademie Düsseldorf riss Knoebel den Zelluloidfilm von Dias ein und projizierte die entstandenen Linienbilder auf die Atelierwände von Raum 19. Davor platzierte Objekte verformten das klassische Rechteck der Lichtbilder zu raumgreifenden Vielecken. Aus diesem Werk entwickelte er eine Vielzahl von Arbeiten, die Ordnungsprinzipien und Komposition erfrischend erweiterten und die Reduktion der Malerei in eine sprudelnde, unversiegbare Bildquelle verkehrte. Die Freude an der abstrakten Bildfindung und freien Formengestaltung bleibt bis heute ein zentraler Kern seines Schaffens. Mit Werken aus der Sammlung des Kunstmuseum Liechtenstein und der Hilti Art Foundation widmen wir dem 1940 in Dessau geborenen Künstler eine Einzelausstellung.

 

  • Öffentliche Führungen
  • Do, 28.1.2021
    18.00