Rivane Neuenschwanders vielgestaltiges Œu­v­re ist geprägt von einem hohen Interesse an kulturellen, psychologischen und soziologischen Fragestellungen, an Prozessen in der Natur und globalen Zusammenhängen.

Dabei ist ihren Werken eine zutiefst philosophische Betrachtungsweise zu eigen, in der der menschliche Blick relativiert wird, sei es gegenüber dem Verlauf der Zeit, der Kraft des Windes oder etwa der Bewegungsspur einer Schnecke. Oft initiiert die Künstlerin für die Werkgenese sich selbst organisierende, autonome Prozesse: So werden z.B. Tiere wie Schnecken, Ameisen oder Spinnen zu gestaltenden Protagonisten, oder auch der Regen. Zugleich öffnet sie in ihren partizipatorischen Installationen dem Potential menschlicher Interaktion den Raum, sei es mittels Spielen, Experimentieren oder spontanen Aktionen. Neuenschwander geht mit ihren Arbeiten Bedingungen des Lebens auf den Grund.

Rivane Neuenschwander (geb. 1967 in Belo Horizonte, Brasilien) lebt und arbeitet in São Paulo.

Eine Produktion des Kunstmuseum Liechtenstein, kuratiert von Christiane Meyer-Stoll.