Die KünstlerInnen dieser Ausstellung veranschaulichen Prinzipien der Natur, verleihen den Pflanzen auf verschiedenste Weise eine Stimme und zeugen vom aussergewöhnlichen Wesen der Pflanzen, mit denen unser eigenes Überleben zutiefst verbunden ist.

Die Einsicht, dass der Mensch die Ökologie der Erde tiefgreifend verändert, wird von Naturwissenschaftlern im 21. Jh. mit dem Begriff des Anthropozän erfasst. Parlament der Pflanzen setzt an dieser Schwellensituation an, um eine neue Erzählweise über die komplexen Verflechtungen anzubieten, durch die alles mit allem verbunden ist.

Die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung rütteln nicht nur am aristotelischen Denken, das die Pflanzenwelt in die Nähe der anorganischen Welt rückte, sondern auch an der anthropozentrischen Sicht. Die Ausstellung ist als ein offenes Gefüge angelegt. Aspekte wie Selbstorganisation, soziale Beziehungen, eine andere Wahrnehmung von Zeit spiegeln sich in den Werken ebenso wie Scham und Sexualität, Ordnung und Stille, kosmisches Wissen als auch die Hinwendung der Pflanzen zum Licht.

Eine Produktion des Kunstmuseum Liechtenstein, kuratiert von Christiane Meyer-Stoll.