27.06.25
18.01.26
Im Kontext der Sammlung

Henrik Olesen und Isidore Isou

Demons Are Tearing Me Apart

Abbildung des Werks «Paul Thek 1965» von Henrik Olesen

Im Kunstlichtsaal zeigt das Kunstmuseum Liechtenstein Ausstellungen, die neue Perspektiven auf die Sammlung eröffnen und gleichzeitig versuchen, die traditionellen Erzählungen eines Museums in Frage zu stellen.

Großer Ausstellungsraum mit Kunstwerken an den Wänden
Ausstellungsraum mit acht Kunstwerken an einer Wand

Henrik Olesen (geb.1967 in Esbjerg, DK) hat sich als Künstler schon sehr früh damit beschäftigt, dominante Diskurse, die die Wahrnehmung von Identität, Körper und Sexualität prägen, zu dekonstruieren. Im Rahmen des Formats Im Kontext der Sammlung wurde er eingeladen, sich mit der Sammlung des Kunstmuseums auseinanderzusetzen. Olesens Wahl fiel auf Isidore Isou (1925 in Botoșani, RO – 2007 in Paris, FR). Isou gilt als Begründer der Lettrismus-Bewegung, die den Buchstaben (frz. «lettre») als grundlegendes, unverfälschtes und kleinstes Element des Sprachlichen ins Zentrum ihres Schaffens stellte. Beharrlich zeigte er auf, dass Sprache, Kategorien und Kultur nicht in starre Raster eingebettet sind, sondern auf veränderbaren Prozessen beruhen. Auch Henrik Olesen strebt eine Kultur der Zwischenräume an, in der es Raum für Veränderung und Verletzlichkeit gibt. Für die Ausstellung hat er neue Werke realisiert, die er zusammen mit bereits bestehenden Gemälden, seiner Serie der Boxen und sechs Sammlungswerken von Isou zeigt.

Eine Produktion des Kunstmuseum Liechtenstein, kuratiert von Letizia Ragaglia.