Außenansicht des Kunstmuseum Liechtenstein mit dunkler Fassade, Bäumen und Straße im Vordergrund.

Das Museum

Ein Haus, das dir begegnen will

Die Kunstwerke von der Moderne bis zur Gegenwart. Die immer neuen Dialoge mit ihnen. Die wechselnden Formate. Ihre Geschichten dahinter. Sie alle wollen dich treffen. In einem Haus mit ikonischer Architektur. Ausgerechnet in Vaduz. Oder gerade deswegen.

Das Kunstmuseum Liechtenstein ist das staatliche Museum für moderne und zeitgenössische Kunst. Ein offener Ort der Begegnung und des Austauschs, der Interdisziplinarität, Diversität, Nachhaltigkeit und Inklusion. Zwischen zwei Skulpturen. Auf der Treppe. Oder bei einem Kaffee.

Das Museum versteht sich als Vermittler und nimmt seine zentrale Aufgabe wahr, Kontakt herzustellen zwischen Kunst und Publikum: Die Angebote der Kunstvermittlung laden Kinder und Familien, Schulen und Erwachsene zum Mitmachen ein.

Eine DJane legt mit Plattenspielern Musik bei einer Veranstaltung auf.
Gäste im hellen Museums-Café mit Büchertischen im Vordergrund.
Zwei Frauen von hinten betrachten eine moderne Medien-Installation im Museum.
Ein kleines Mädchen balanciert über eine Spiellandschaft aus Kissen.
Eine Gruppe von Menschen betraut eine Ausstellung mit leuchtenden Neonröhren.
Eine Frau kniet im Museum und fotografiert ein buntes Kunstwerk auf dem Boden.
Person mit auffälligem orangefarbenem Kostüm steht während einer Vernissage hinter einer Glastür.
Besucherin fotografiert kleine Ausstellungsstücke an einer schwarzen Wand.

Geschichte

Das Kunstmuseum Liechtenstein – Ein Geschenk zum Millenium

1967 erhielt der Staat Liechtenstein zehn Gemälde als Schenkung – der Anlass zur Gründung der Liechtensteinischen Staatlichen Kunstsammlung im Jahr darauf. Erster Konservator der Sammlung war der liechtensteinische Künstler, Kunsthistoriker und Politiker Georg Malin. Er legte früh den Sammlungsschwerpunkt auf internationale moderne und zeitgenössische Kunst.

Das Kunstmuseum Liechtenstein ist einer Gruppe privater Stifter:innen zu verdanken. Zusammen mit der Regierung des Fürstentums Liechtenstein und der Gemeinde Vaduz ermöglichten sie das moderne Museumsgebäude. Im August 2000 wurde der Bau als Millenniumsgeschenk dem Land Liechtenstein übergeben, das für den Betrieb und die Führung des Museums die öffentlich-rechtliche «Stiftung Kunstmuseum Liechtenstein» gründete. Die Eröffnung des Museums war am 11. November 2000, mit Gründungsdirektor Friedemann Malsch. Im Juli 2021 übernahm Letizia Ragaglia die Direktion, die sie mit Januar 2026 an Christiane Meyer-Stoll übergab.

Seit seiner Gründung verfolgt das Kunstmuseum Liechtenstein in seiner Sammel-, Forschungs- und Ausstellungstätigkeit das Ziel, neue Perspektiven aufzuzeigen, aktuelle Themen unserer Gesellschaft aufzugreifen und den Dialog zu fördern. Performative und prozessuale Elemente spielen dabei eine wichtige Rolle.


Architektur

Das Kunstmuseum Liechtenstein liegt zentral in der Fussgängerzone von Vaduz, dem Hauptort Liechtensteins, nahe dem Rhein und der Schweizer Grenze. Entworfen vom renommierten Architektenteam Meinrad Morger & Heinrich Degelo mit Christian Kerez wurde es im November 2000 eröffnet.

Der dunkle Quader beeindruckt vor allem mit seiner Fassade: Sie besteht aus mit Russ- und Eisenoxid eingefärbtem Zement, schwarzem Basalt und eingearbeiteten Flusskieseln, die subtile Farbakzente setzen und auf die Landschaft des Rheintals Bezug nehmen. In einem aufwändigen Schleifverfahren entstand eine sanft spiegelnde, minimal gewellte Oberfläche, die optisch sowie haptisch reizvoll ist und der «Black Box» ihre charakteristische Wirkung verleiht.

Das markante Gebäude misst 60 Meter in der Länge, knapp 25 Meter in der Breite sowie 12 Meter in der Höhe und hat eine Ausstellungsfläche von 1'750 Quadratmetern.

«Für Vaduz sollte ein Museum entwickelt werden, das sich ins Stadtgefüge eingliedert, sich jedoch durch seinen monolithischen Baukörper, die Fassadengestaltung und die Materialisierung von den umliegenden Gebäuden unterscheidet.» –Morger Partner Architekten

Im Inneren ist die «Black Box» ein klar strukturierter «White Cube». Sechs Ausstellungssäle sind um zwei gegenläufige Treppen angeordnet: vier Oberlichtsäle im Obergeschoss sowie der Seitenlicht- und der Kunstlichtsaal im Erdgeschoss. Einzig der Seitenlichtsaal öffnet sich mit seiner breiten Fensterfront nach aussen. Seit 2023 beherbergt er das kollabor Kunst+Raum für kleine Kinder und wird zudem für Projekte, Vertiefungen und gemeinsame Erlebnisse genutzt.

Ein zentrales architektonisches Element ist die zwei Meter hohe Tageslichtdecke, die den Besucher:innen beim Rundgang verborgen bleibt. 2021 wurde das technisch komplexe Glasdach auf nachhaltige LED-Technik umgerüstet.

Seit 2015 befindet sich das Gebäude der Hilti Art Foundation direkt neben dem Kunstmuseum Liechtenstein. Die liechtensteinische Privatsammlung umfasst bedeutende Werke der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst. Entworfen von Morger + Dettli Architekten, Basel, bildet das kubische Gebäude aus geschliffenem weissen Beton zusammen mit dem Kunstmuseum ein prägnantes Ensemble. Beide Häuser sind baulich miteinander verbunden: Vom Eingangs- und Kassabereich führt eine Treppe direkt in die erste Ausstellungsebene der Hilti Art Foundation.

Hilti Art Foundation

Kunstmuseum und die Hilti Art Foundation Gebäude
Innenansicht eines Raumes mit Weißen Wänden und hellem Holzboden
Leerer Raum mit weißen Wänden, hellem Holzboden und Fenstern
Kunstmuseum Lichtenstein und Hilti Art Foundation Gebäude Außenansicht
Außenansicht Kunstmuseum und Hilti Art Foundation
Kunsmuseum und Hilti Art Foundation Gebäude Seitenansicht
Außenansicht von Kunstmuseum und Hilti Art Foundation
Außenansicht des Kunstmuseums Liechtenstein

Stiftungsrat

Gestaltung trifft Verantwortung

Der Stiftungsrat ist verantwortlich für die Oberleitung des Kunstmuseums und bestimmt über dessen grundlegende Ausrichtung. Er erlässt die Statuten, legt die Sammlungspolitik in Abstimmung mit der Museumsleitung fest und beschliesst über die Durchführung von Ausstellungen. Im Auftrag der Regierung wählt er die Direktorin oder den Direktor und beschliesst den jährlichen Voranschlag, die Jahresrechnung sowie den Jahresbericht.

Der Stiftungsrat besteht aus sieben Mitgliedern, die von der Regierung auf vier Jahre bestellt werden. Die Präsidentin oder der Präsident des Stiftungsrates wird von der Regierung bestimmt.

Stiftungsratsmitglieder für die Mandatsperiode 2023–2026 bzw. 2025–2028

  • Dr. Marion Matt, Präsidentin
  • Thomas Büchel, Vizepräsident
  • Märten Geiger
  • Rita Kieber-Beck
  • Ernst Risch
  • Flurina Seger
  • Caroline Voigt

Die Ankaufskommission besteht aus international anerkannten Kunstsachverständigen. Den Vorsitz hat die Direktorin oder der Direktor des Kunstmuseums inne. Die Ankaufskommission wird vom Stiftungsrat in der Regel auf vier Jahre bestellt. Ihr obliegen insbesondere der Erwerb von Kunstwerken, die Empfehlung an den Stiftungsrat auf Tausch und Verkauf von Kunstwerken sowie die Entgegennahme von Leihgaben und Schenkungen.

Mitglieder der Ankaufskommission für die Amtsperiode 2024–2027 bzw. 2025–2028

  • Christina Lehnert, Baden-Baden
  • Dr. Gerhard Mack, Abtwil
  • Dr. Silvia Eiblmayr, Wien

Der Internationale Beirat setzt sich aus drei international anerkannten Sachverständigen aus dem Kunst- und Museumsbereich zusammen. Er wird vom Stiftungsrat in der Regel auf vier Jahre bestellt.

Aufgaben des Internationalen Beirats:

  • Beratung des Stiftungsrates und der Direktion in allen fachlichen und strategischen Belangen
  • Repräsentation des Kunstmuseums nach aussen
  • Mitwirkung bei der internationalen Vernetzung des Museums
  • Mitwirkung bei der Erweiterung der Sammlung durch Leihgaben oder Schenkungen sowie bei der Erschliessung internationaler Fördermittel und Sponsor:innen

Mitglieder des Internationalen Beirats für die Amtsperiode 2025–2028

  • Dr. Linda Schädler, Leiterin Graphische Sammlung ETH Zürich
  • Bettina Leidl, Direktorin MuseumsQuartier Wien
  • Achim Hochdörfer, Direktor Museum Brandhorst, München
Event-Gäste durch unscharfe Weingläser fotografiert.

Stiftung Freunde des Kunstmuseum Liechtenstein

Kunst fördern. Kunst erleben.

Die «Stiftung Freunde des Kunstmuseum Liechtenstein» wurde 2006 zum Zweck der Förderung der Sammlungstätigkeit des Kunstmuseum Liechtenstein gegründet. Zu den Freunden gehören Privatpersonen und Unternehmen, die wichtige Botschafter für das Museum sind und mit ihrem finanziellen Engagement den Ankauf bedeutender Kunstwerke ermöglichen. 

Mitglieder des Freundeskreises erleben Previews (Ausstellungsvorbesichtigungen im kleinsten Kreis), Views (Betrachtung und Diskussion ausgewählter Kunstwerke), erkunden das Museum hinter den Kulissen, tauschen sich mit der Direktion aus und nehmen an exklusiven Kunstreisen teil. Dabei geht es auch um einen inspirierenden Austausch unter Gleichgesinnten.

Kontakt


Kooperationen & Partner

Regional und international vernetzt

Zusammen mit engagierten Partner:innen, Institutionen und Kultureinrichtungen realisiert das Kunstmuseum Liechtenstein innovative Projekte und spannende Programme. Die besondere Lage in der Bodensee-Region, nahe der Schweiz, Österreich und Deutschland, ermöglicht grenzüberschreitende Kooperationen, die aussergewöhnliche Kunsterlebnisse schaffen, Menschen für zeitgenössische Kunst begeistern und das Renommee des Museums weiter ausbauen.

Cloud Castle

Cloud Castle
Vier Institutionen – viel Raum für Neues

Cloud Castle ist eine innovative Plattform an einem imaginären Ort. Dieses schwebende «Luftschloss» steht sinnbildlich für die Idee eines prozessualen, immateriellen Raums, der es ermöglicht, Kunst in ihrer flüchtigsten und zugleich verbindlichsten Form zu erleben.

Als lebendiges Experimentierfeld bündelt Cloud Castle das Potenzial von vier Institutionen – dem Kunsthaus Bregenz, dem Bündner Kunstmuseum Chur, dem Kunstmuseum Liechtenstein und dem Kunstmuseum St.Gallen – und eröffnet einen Raum für Dialog und gemeinsame Projekte zeitgenössischer Kunst.

Den Cloud-Castle-Podcast gibt es auf allen gängigen Plattformen.

Cloud Castle

Museen und Kulturhäuser Liechtensteins

Das Kunstmuseum Liechtenstein ist Teil eines vielfältigen Kulturlebens. Entdecken Sie die Museen und Kulturhäuser im Land.

Broschüre

Wir danken unseren Partnern


Leidenschaft für Kunst trifft dich in Liechtenstein

Portrait von Christiane Meyer-Stoll

Christiane Meyer-Stoll
Direktorin

Portrait von Johann Wucherer

Johann Wucherer
Kaufmännischer Leiter, Stv. Direktor

Portrait von Angela Prager

Angela Prager
Frontoffice
+423 235 03 00
mail@kunstmuseum.li

Portrait von Liliane Komminoth Vogt

Liliane Komminoth Vogt
Frontoffice
+423 235 03 00
mail@kunstmuseum.li

Portrait von Susanne Kudorfer

Susanne Kudorfer
Leitung Kunstvermittlung
+423 235 03 21
susanne.kudorfer@kunstmuseum.li

Portrait von Simone Fiorillo und Beta Frommelt

Simone Fiorillo, Beate Frommelt
Kunstvermittlung (Schwerpunkt Kinder und Familien, Schulen)
+423 235 03 23
kunstvermittlung@kunstmuseum.li

Portrait von Elena Hohl

Elena Hohl
Kunstvermittlung (Schwerpunkt kollabor)
+423 235 03 23
elena.hohl@kunstmuseum.li

Portrait von Barbara Wagner

Barbara Wagner
Leitung Presse und Kommunikation
+41 78 236 34 84
barbara.wagner@kunstmuseum.li

Portrait von Melanie Büchel

Melanie Büchel
Kommunikation und Marketing
+423 235 03 17
melanie.buechel@kunstmuseum.li

Portrait von Franziska Hilbe

Franziska Hilbe
Presse und Kommunikation
+423 235 03 17
franziska.hilbe@kunstmuseum.li

Portrait von Henrik Utermöhle

Henrik Utermöhle
Ausstellungsproduktion
+423 235 03 18
henrik.utermoehle@kunstmuseum.li

Portrait von Leslie Ospelt

Leslie Ospelt
Wissenschaftliche Mitarbeit Ausstellung und Sammlung
+41 78 251 94 49
+423 235 03 16
leslie.ospelt@kunstmuseum.li

Portrait von Robin Hemmer

Robin Hemmer
Wissenschaftliche Mitarbeit Bibliothek und Archiv
+423 235 03 00
robin.hemmer@kunstmuseum.li

Portrait von Mischa Rakier

Mischa Rakier
Ausstellungs- und Museumstechnik
+423 235 03 15
mischa.rakier@kunstmuseum.li

Portrait von Simon Heusser

Simon Heusser
Sammlungstechnik und Depot
+41 78 321 95 00
simon.heusser@kunstmuseum.li

Portrait von Peter Ott

Peter Ott
Veranstaltungstechnik
+423 235 03 00
mail@kunstmuseum.li