Das Kunstmuseum Liechtenstein hat gemeinsam mit dem Kunstmuseum St. Gallen die umfangreiche Werkgruppe Fetzen (1982–1989 und 1991–2000) des renommierten Schweizer Malers Adrian Schiess erworben. Aus diesem Anlass hat der Künstler 2018 exklusiv für die beiden Häuser eine besondere Edition zusammengestellt, die aus zwölf Unikaten aus dem Zeitraum von 1991–2000 besteht. Die Schätze aus seinem Atelier hat Schiess zu Fetzen-Serien arrangiert, die wie eine Momentaufnahme der prozesshaften Formfindung wirken und durch höchste koloristische Virtuosität bestechen.
Die Werkgruppe der Fetzen, frei geschnittene oder gerissene Karton- und Papierfragmente, die er unterschiedlich oft bemalte, gehören zum Radikalsten, was Adrian Schiess geschaffen hat. Sie entstanden ab den frühen 1980er-Jahren über einen langen und kontinuierlichen Arbeitsprozess. Bewusst bezieht der Künstler den Zufall, das Licht oder die Zeit in sein Schaffen mit ein. Die konsequente Befragung nach der Wirklichkeit der Malerei sowie die Auseinandersetzung mit dem Räumlichen spielen dabei eine wesentliche Rolle.
Über sich selbst sagt Schiess: «Ich bin ein Maler, der seit Mitte der Achtzigerjahre an einem work in progress, einem einzigen grossen, unendlichen, sich ständig verändernden und zerstreuenden Bild malt.»
Adrian Schiess (* 1959 in Zürich, Schweiz) lebt und arbeitet in Zürich und Le Locle, Schweiz.
Acryl, Öl, Kunstharz- und Aquarellfarbe auf Papier und Karton, rückseitig datiert und signiert, nummeriert 1/12 bis 12/12
70 x 50 cm
Auflage: 12 Unikate aus den Jahren 1991–2000
Verso signiert, datiert und nummeriert
Edition: Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz | Kunstmuseum St. Gallen
Rahmen: Sibylle Diehl, Zürich
Aluspace in Silber matt mit Distanzleiste
UV92 Glas, entspiegelt
70,2 x 50,2 cm
AUSVERKAUFT