Hanna Roeckle

Polyhedron (Silverstar), 2025

CHF 1'900.00

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Edition von Hanna Roeckle

Wie auf einer glatten Wasseroberfläche spiegelt sich im schimmernden Polyhedron (Silverstar) die Umgebung wider: Je nach Blickwinkel und Lichteinfall changiert die Farbe, entfaltet sich ein facettenreiches Spiel aus Licht und Schatten. Hanna Roeckle nutzt einen speziellen Lack mit dichroiden Pigmenten, um diesen kristallinen Effekt zu erzeugen, ist doch der Kristall – die Mineralogie – ein wiederkehrender Ausgangspunkt ihres Werks. 

Gleichzeitig verweist die Form auf den Rhomboeder- stumpf des berühmten Kupferstichs Melencolia I (1514) Albrecht Dürers. In diesem vielfach gedeuteten Stich spiegelt sich das neue Künstlerselbstverständnis der Renaissance, dabei symbolisiert u.a. der Polyeder die Verbindung von Kunst und Wissenschaft.

Melancholia – unter dem Einfluss des Planeten Saturn – galt dem Florentiner Marsilio Ficino (1433–99) als das einzige unter den vier Temperamenten, das zur Kreativität befähigt. Dürer stellt die Melancholie in einen komplexen Kontext der Selbstreflexion und Kontemplation über die Welt. Roeckles Polyhedron (Silverstar) knüpft bewusst an Dürer an, überführt die geistig abstrakte Form in einen materiell präsenten Körper und wird im wortwörtlichen Sinne zu einem Reflexionsobjekt.

Dichroischer Lack auf Acrystal
13 × 9 × 9 cm
Edition: 25 + 5 AP
Nummeriert und signiert auf Etikette

Nur im Museumsshop erhältlich.