• AUGUST 2020
  • Konzert

    Arty Friday

    In Kooperation mit dem poolbar-Festival, Feldkirch.

    Das poolbar-Festival findet auch in diesem Jahr statt – unter freiem Himmel, mit Abstand und guter Hygiene, regional und vielfältig. Der «Arty Friday» beglückt die Festivalbesucherinnen und -besucher in Feldkirch mit Musik der etwas anderen Art, wärmstens empfohlen vom Kunstmuseum Liechtenstein.

     

    18.30 Uhr
    Low Potion
    Anna Wildauer (Gesang/Percussion) und Chris Norz (Beats/Keys/Percussion) nehmen ihre Fans in andere Sphären mit. Die träumerischen Pop-Melodien und elektro-akustischen Klangexperimente laden buchstäblich zum Träumen, ja, Schlafwandeln ein. 2019 veröffentlichte das Duo sein Debütalbum Silk Blue. Die Qualität ihrer betont emotionalen und unkonventionellen Songs bewiesen Low Potion nicht zuletzt schon auf einer Bühne mit 5K HD.

    19.45 Uhr
    Manu Delago Ensemble
    Manu Delago ist einer der bekanntesten Hang-Perkussionisten der Welt. Zwischen urbanen Eindrücken, Folklore und Klassik kreiert er ein eigenes Klanguniversum.
    Auf seine virtuosen Fähigkeiten an dem im Jahr 2000 in der Schweiz erfundenen Instrument Hang vertrauten bereits KünstlerInnen wie Björk, Olafur Arnalds und Anoushka Shankar. Doch auch mit seinen Soloprojekten verzaubert der Grammy-nominierte Ausnahmemusiker Manu Delago Menschen auf der ganzen Welt – spätestens seit ihm die Performance "Mono Desire" via YouTube ein Millionenpublikum bescherte. Beim poolbar-Festival tritt der in Innsbruck geborene Mozarteum-Absolvent und studierte Jazz-Drummer mit vielköpfigem Ensemble auf. Im Zusammenspiel mit Streichern und Bläsern erweckt er dann auch die Stücke seines aktuellen Albums "Circadian" zum Leben.

     

    Tickets und mehr unter

  • Gespräch

    Steven Parrino. Nihilism Is Love

    Gespräch mit Rolf Ricke, ehemaliger Galerist von Steven Parrino,
    und Präsentation der Publikation zur Ausstellung

    Rolf Ricke ist einer der Pioniere, die ab Mitte der 1960er-Jahre die amerikanische Nachkriegskunst in Europa bekannt gemacht haben. Zunächst betrieb er eine Galerie in Kassel, bevor er 1968 die Galerie Rolf Ricke in Köln eröffnete, die eine herausragende Adresse für zeitgenössische Kunst darstellte. Alle drei Wochen fanden neue Ausstellungen statt, vielfach mit jungen amerikanischen Künstlerinnen und Künstlern, die man heute der Minimal Art, der Post-Minimal Art und der Process Art zurechnet. Ricke begleitete die KünstlerInnen über ihre gesamten Karrieren und organisierte die Produktionen der Arbeiten vor Ort. Diese Art einer Produzentengalerie war damals neu. Mit Steven Parrino stand er in engem Kontakt, realisierte mit ihm ab Ende der 1980er-Jahre mehrfach Ausstellungen und war massgeblich mitverantwortlich für dessen Präsenz im deutschsprachigen Raum.

    Ein ausführliches Interview mit Rolf Ricke ist in der neu erscheinenden Publikation zur Ausstellung abgedruckt. Diese erste Monografie zu Parrino überhaupt vereint 18 Beiträge von Kennerinnen und Kennern seines Werks und wird an diesem Abend vorgestellt.  

    In Kooperation mit der Liechtensteinischen Kunstgesellschaft.

     

    Um Anmeldung wird gebeten.

    Sekretariat
    Tel +423 235 03 00 | buchungen@kunstmuseum.li

    oder gleich hier:

    zur Online-Anmeldung
  • Lesung

    Anna Ospelt
    Wurzelstudien

    Lesung und Buchpräsentation, moderiert von Roman Banzer
    im Literaturhaus Liechtenstein

    «Ein Text, der mit seiner wunderbar bildhaften, subtil ironischen Sprache die gemeinhin für Selbstverständlich gehaltenen Grössen Herkunft und Abstammung in eine lyrische Schwebe versetzt.» Antje Ravik Strubel


    Beim Elternhaus Anna Ospelts steht ein Baum, auf den früher der Verleger Henry Goverts geblickt hat, als Vorbesitzer des Hauses. Über den Baum stellt Anna Ospelt eine Verbindung zum Verleger her und sucht nach diesem ihrem Wahlverwandten. Dann erforscht sie in der stillgelegten Gerberei des Grossvaters familiäre Gerbungen und im botanischen Garten die Wurzeln der Pflanzen, um schliesslich ein Rhizom zu finden.
    Zwischen Natur- und Selbstbetrachtung, zwischen literarischer und botanischer Recherche sammelt Anna Ospelt alles, was ihr begegnet, was die Freundin erzählt und die Dentalassistentin, der Gärtner oder die Botanikprofessorin erklären, bis sie sich selbst in einen Efeu verwandelt.
    Spielerisch und anmutig führen die Wurzelstudien vor, wie der Mensch sich die Welt anverwandelt zu einer Identität, deren Glück nicht die Wurzeln sind, sondern ein schwebendes Verflochtensein mit dieser Welt.

     

    Informationen und Reservation:

  • Vernissage

    Jochen Lempert

    im Atelier Amden

    Von Sonntag, 30. August 2020 (öffentliche Vernissage: 14–17 Uhr) bis 25. Oktober 2020 sind im Atelier Amden Arbeiten des deutschen Fotografen und Biologen Jochen Lempert zu sehen, der auch in der Ausstellung Parlament der Pflanzen mit neuen Arbeiten vertreten sein wird. In seinen Fotografien von Tieren und Pflanzen dokumentiert Jochen Lempert Natur und bringt optische Muster, Formen und Strukturen und selbst den Habitus von Tieren und Pflanzen in wechselweise Verbindung mit dem Menschen und der Entwicklung der Zivilisation. Chris Sharp spricht vom «Anthropocentric Dilemma», das Lempert in seinen Fotografien zum Ausdruck bringe. Er zeigt in seinen Aufnahmen, die auf Analogien und Abstraktionen beruhen, nicht nur, wie sich der Mensch an der Sprache der Natur orientiert, sondern thematisiert in seinen Bildern auch die gemeinsame, zu teilende Lebensgrundlage von Pflanzen, Tieren und Menschen.

    Atelier Amden ist eine Ausstellungsreihe von Roman Kurzmeyer.

  • SEPTEMBER 2020
  • Vernissage

    Parlament der Pflanzen

    Die KünstlerInnen dieser Ausstellung veranschaulichen Prinzipien der Natur, verleihen den Pflanzen auf verschiedenste Weise eine Stimme und zeugen vom aussergewöhnlichen Wesen der Pflanzen, mit denen unser eigenes Überleben zutiefst verbunden ist.

    Die Einsicht, dass der Mensch die Ökologie der Erde tiefgreifend verändert, wird von Naturwissenschaftlern im 21. Jh. mit dem Begriff des Anthropozän erfasst. Parlament der Pflanzen setzt an dieser Erkenntnis an, um eine neue Erzählweise über die komplexen Verflechtungen anzubieten, durch die alles mit allem verbunden ist.

    Die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung rütteln nicht nur am aristotelischen Denken, das die Pflanzenwelt in die Nähe der anorganischen Welt rückte, sondern auch an der anthropozentrischen Sicht. Die Ausstellung ist als ein offenes Gefüge angelegt. Aspekte wie Migration, Selbstorganisation, soziale Beziehungen, eine andere Wahrnehmung von Zeit spiegeln sich in den Werken ebenso wie Scham und Sexualität, Bewusstseinsveränderung und Verwandlung, Aufblühen und Vergehen, Pflanzenkraft und Stille, kosmisches Wissen oder etwa die Hinwendung der Pflanzen zum Licht.

     

    Ausstellungseröffnung
    11–17 Uhr

    Programmdetails werden noch bekannt gegeben.